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Windharmonika oder Aeolsharmonika

Windharmonika

Die Wind- oder Aeolsharmonika wurde nach über 60 Jahren neu entdeckt. Nach alten Katalogabbildungen und der Erinnerung einiger älterer Bürger wurde innerhalb von zwei Jahren ein neues funktionstüchtiges Instrument gefertigt. Die Windharmonika gibt je nach Windstärke Summtöne von sich, erst leise, wie entfernte Orgeltöne, welche näher zu kommen scheinen, je mehr die Stärke des Windes zunimmt, immer kräftiger werden, um endlich in vollen, harmonischen Akkordeon zu erklingen. Dies wird durch spezielle Tonzungen erreicht. Der auf dem Schallrohr angebrachte Windflügel dreht das Instrument selbst nach der Richtung des Windes.

Die Windharmonika kann in Gärten aufgestellt werden, oder auf Dächern mittels einer Stange befestigt werden.

WINDHARMONIKA
Titan-Zink-Blech, Länge des Trichters 66 cm. 31 cm 0. Gewicht 4,7 kg. Höhe des gesamten Aufbaus max. 107 cm, Höhe der Befestigungsstange max. 22 cm.
Montagehinweis: Auf Dächern alter Häuser findet man häufig eine Vorrichtung zum Anbringen von Wetterfahnen oder Windharmonikas. Sollte diese nicht vorhanden sein, empfiehlt es sich, einen ortsansässigen Klempner mit der Montage zu beauftragen.

Die Idee ist alt und in der ganzen Welt verbreitet, denn das Grundprinzip lässt sich schon in der freien Natur beobachten: Wenn der Wind ein Material. das zu Schwingungen fähig ist, in Bewegung setzt, kommt es unter bestimmten Voraussetzungen zu Klangereignissen. Setzt man nun schwingungsfähige Saiten oder Blattzungen dem Einfluss des Windes aus, erhält man ein Instrument für die Solistin Natur.
Seit dem 13. Jahrhundert wurden solche Instrumente auch in Europa beschrieben, und der deutsche Gelehrte Athanasius Kirchner bot in seinem Werk "Phonurgia nova" von 1673 gleich mehrere Konstruktionsvorschläge für Aeolsharfen.
Aeolsharfen und Aeolsharmonikas sind ihrer kategorialen Einstufung nach wohl die ersten Autophone, denen als Verwandte viel später erst mechanische Instrumente - wie etwa die Lochscheiben- und lochstreifengesteuerten Pianolas - folgten. Ihre große Zeit hatten sie in der Romantik; sie finden sich gleichwohl noch bis Anfang dieses Jahrhunderts in den Angebotslisten einiger weniger Instrumentenbauer.

Der Korpus.
Der absolut rostfreie Korpus des Instruments wird in Markneukirchen im Vogtland in aufwendiger Handarbeit aus Titan-Zink-Blech gefertigt. Die Blechteile werden mit Hand zugeschnitten, gerundet, gesickt und anschließend weich verlötet. In Handarbeit wird auch der Flügel getrieben, der das Instrument automatisch in die Windrichtung dreht, und Körper und Hülse (in bester Metalldrückertradition, über eine Form gezogen. Alles wird schließlich poliert und mit Instrumentenlack überzogen.

Die Stimmzungen
Sie sind aus Messing und werden einzeln eingeschliffen und einseitig auf eine Platte aufgenietet - auf diese Weise reagieren sie auf den Wind nur bei Druck und nicht, wie bei einer Mundharmonika, auf Druck und Zug. Erst dann erfolgt die aufwendige Stimmung per Hand, indem die Zungen gefeilt werden. Aufgrund der Sensibilität der einzelnen Tonzungen sprechen bei geringen Windstärken zuerst die tieferen Töne an. Mit zunehmender Windstärke werden so nach und nach die hohen Töne einbezogen. Dabei wird kein stetiger Ton erzeugt, sondern ein ständiges, harmonisches Auf- und Abschwellen in A-Dur. Die gesamte Stimmplatte wird in einem Aluminiumrahmen eingefaßt und so wetterbeständig gehalten.

Die Motive
Das Grundmodell der Windharmonika trägt das Motiv der Lyra. Andere Motive (z.B. Wimpel mit Initialen, Jahreszahl, Drache. Windrose) können auch durch persönliche Vorschläge ergänzt werden.

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